MobileTech Conference 2014 – IoT und RWD-Herausforderungen

Mein persönlicher Rückblick der MobileTechCon 2014, 17. – 20. März 2014, im Holiday Inn in München: Dieses Jahr war auch wieder großartig. Mobile first, responsive sowieso!

Die zwei Tage der Hauptkonferenz (18. und 19. März) waren absolut inspirierend und hinterließen bei mir einen nachhaltig positiven Eindruck. Viele kompetente Menschen und Experten reden über ihr Steckenpferd, tauschen sich mit Branchenkollegen aus und beantworteten geduldig auch Fragen von Nicht-Entwicklern. Toll!

IoT und Wearables

„Willkommen in der Post-Smartphone-Ära!“ lautete die Keynote zum Auftakt der Hauptkonferenz am Dienstag, 18. März. Demnach sei die nächste Stufe von „Mobile“ längst gezündet und die nächste Revolution vollziehe sich jenseits von Smartphones und Tablets: im Internet der Dinge einschließlich der Wearables. Hier fühlte ich mich kurz an 1999 erinnert, als ich für die Millennium-Website Zukunftstrends aufzeigte. Einige der prognostizierten Trends, wie die ganzen vernetzen automatisierten Devices, kommen nach stolpernden Kinderschritten jetzt erst so richtig ins Laufen. Eine Bitte der Vortragenden in Bezug auf künftige Entwicklungen kann ich vollends unterstreichen: Nicht einfach nur beliebige Hardware entwickeln, sondern auf das große und ganze Drumherum achten und ein Gesamtsystem mit gescheitem Businessmodell und Services etc. entwickeln.

Betrachtungen und Diskussionen zum Internet der Dinge, auch Internet of Things (kurz: IoT) nahmen einen wichtigen Anteil an der MobileTechCon ein. Mit „Internet of Things – ein Überblick“ gab Sven Haiges von  Hybris schon etwas mehr als einen kleinen Überblick. Er ging bis in die Details von Mikroprozessoren, -controllern, etc. und ließ das Herz eines jeden heimlichen Tüftlers höher schlagen. Mir rauchte gegen Ende der Kopf. Hier kann man die Präsentation herunterladen. Ansonsten lohnt sich auch ein wiederholter Blick in den Blog von hybris labs, in dem Haiges und sein Team berichten, woran sie gerade tüfteln und was sie alles ausprobieren. Sehr interessant und auch amüsant.

Mobile Browser Wars und RWD (Responsive Webdesign)

Trotz IoT kamen die „klassischen“ Mobile-Themen natürlich nicht zu kurz. Und da bewegt sich wirklich viel, häufig aber leider auch gegeneinander.

Einen generellen Überblick über die „Mobile Browser Wars“ gab Sven Wolfermann. Mit den unzähligen Devices, Betriebssystemen, Browsern und Versionen sind die Herausforderungen für Entwickler und Projektmanager noch größer als bei den alten Browser Wars im Internet. Das Testen von Responsive Webdesign wird unter diesen Voraussetzungen noch komplexer. Am Beispiel „SVG im responsive Web einsetzen“ zeigte Annika Brinkmann mit einer ausführlichen Dokumentation und Browser-Matrix, auf welche Herausforderungen sie beim Einsatz von skalierbaren Vektorgrafiken gestoßen ist und wie sie diese – teils über Umwege – gelöst hat.

Meine Highlights zum Responsive Webdesign

Begeistert war ich von Jonas Hellwigs Vortrag zur „Content Choreography für responsive Websites“. Um bestimmte Probleme bei der Adaption von Web zu Mobile zu vermeiden, empfiehlt er mit dem mobilen Webdesign zu beginnen, also mobile first. Zusätzlich setzt er auf eine Klassifizierung und kontextgerechte Anordnung der unterschiedlichen Seiten- und Content-Bausteine, die er Content Choreography nennt. Das kann beispielsweise über CSS Flexxbox oder CSS Grid Layout Module geschehen. Gut nachzuvollziehen und hilfreich für die tägliche Arbeit. Den Inhalt des Vortrags hat er in seinem Kulturbanause-Bog beschrieben.

Ebenfalls hilfreich für meinen Berufsalltag war Patrick Lobachers Vortrag „Responsive Webdesign verkaufen“. Denn responsives Webdesign ist nicht einfach nur eine technische Frage. So mal eben schnell geht es nie. Es erfordert ein radikales Umdenken bei Designern, Agenturen und Kunden auch und besonders in den gesamten Prozessen. Weg vom pixelgenauen PSD, hin zum Business Value. Weg vom Festpreis, hin zum Consulting- und Servicevertrag. Lobacher stellt dafür einen 10-Schritt-Workflow mit vielen Unterteilungen für jeden einzelnen Schritt vor. Die Präsentation kann man auf Slideshare herunterladen.

+++ Vorjahr: Hier ist der Rückblick zur MobileTech Con 2013. +++

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